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edel music Turnaround-Spekulation 27.03.2001
Aktienservice Research
Dem spekulativ ausgerichteten Investor empfehlen derzeit die Analysten von Aktienservice Research die Aktien von edel music (WKN 564950).
Die edel music AG (Hamburg) sei Europas führendes unabhängiges full-Service-Musikunternehmen mit derzeit über 900 Mitarbeitern und über 70 Tochtergesellschaften und vor allem in Europa sowie den USA aktiv. Die Gesellschaft decke dabei die gesamte Wertschöpfungskette des Musikgeschäfts ab, vom Trendscouting über Marketing bis zu Produktion und Vertrieb. edel music produziere Musik, stelle Tonträger her, publiziere und vertreibe Rock-, Pop-, Dance-, Jazz und klassische Musik unter eigenem Label sowie unter Lizenz. Durch die Beteiligung an dem Musiksender VIVA sowie durch die Mehrheitsbeteiligung an Eagle Rock Plc seien die Aktivitäten zwischenzeitlich auch auf den audiovisuellen Bereich ausgedehnt worden. Die fünf größten Musikkonzerne (Majors) würden über einen Weltmarktanteil von 76% verfügen. Die restlichen 24% würden sich die sogenannten Independents aufteilen. In Deutschland bekleide edel music hinter Jive Zomba den zweiten und in Europa den ersten Rang unter den Independents. Die Gesellschaft wolle das weltweit größte unabhängige Tonträger-Unternehmen werden. Die Wachstums- und Akquisitionsstrategie sei zum einen darauf ausgerichtet, auf den wichtigsten Musikmärkten der Welt, insbesondere in den USA und Westeuropa, vertreten zu sein. Dies gelinge der Gesellschaft zunehmend durch strategisch geschickt positionierte Beteiligungen und Übernahmen. Dass die Musikindustrie generell durch Piraterie im Internet und Formate wie MP3 ernsthaft bedroht sei, erscheine sehr unwahrscheinlich (siehe Napster).
Die edel music AG habe im Geschäftsjahr 2000 eine Umsatzsteigerung um 162,4% auf 1.183,2 Millionen DM verzeichnet. Diese deutliche Steigerung resultiere aus einem im Wettbewerbsvergleich überdurchschnittlichem internen Wachstum von 38% sowie gleichfalls aus der Vollkonsolidierung der 1999 in der Phase der starken internationalen Expansion akquirierten Play It Again Sam Gruppe, der Eagle Gruppe, Großbritannien, und der Red Distribution, USA. Das operative Geschäft der edel music AG habe sich 2000 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich verbessert. Das um Sondereffekte von 27,1 Millionen DM bereinigte EBITDA habe 63,5 Millionen DM betragen und das bereinigte EBIT habe trotz der in 2000 aufgrund der Akquisitionen gestiegenen Abschreibungen auf Firmenwerte 29,6 Millionen DM erreicht. Die flüssigen Mittel des Unternehmens zum Stichtag 31.12.2000 in Höhe von 85,1 Millionen DM und die Cash-flow Situation würden diesen erfreulichen Trend zusätzlich untermauern. Der Cash-flow aus laufender/betrieblicher Geschäftstätigkeit habe 41,3 Millionen DM betragen. Die vorangetriebene Integration der akquirierten Unternehmen und der Aufbau neuer Strukturen innerhalb der Gruppe hätten erste positive Effekte auf das Ergebnis 2000 gezeigt. Mit Blick auf die nächsten Jahre sei mit einer weiteren Verstärkung diese Effekte zu rechnen. Für 2001 und 2002 sei bei moderaterer Umsatzsteigerung und weiterer Verbesserung des operativen Geschäftsergebnisses eine signifikante Steigerung des EBIT in zweistelliger Millionenhöhe zu erwarten. Diese Zahlen hätten über den revidierten Erwartungen.
Mit den vorgelegten Zahlen für 2000 halte Aktienservice Research es für plausibel, dass dem Konzern in 2001 der Ergebnis-Turnaround gelinge. Diese Annahme stütze sich vor allem auf den Umstand, dass es edel music scheinbar gelinge, die zahlreichen Akquisitionen sukzessive und effektiv in den Konzern zu integrieren. Aktienservice Research erwarte für 2002 deutliche Gewinne. Ausgegangen von einem Gewinn je Aktie von 1,1 Euro im Geschäftsjahr 2002e, der ursprünglich für 2000 geplant gewesen sei und hierbei nochmals ein Integrationsabschlag von 50% einkalkuliert, errechne sich ein Gewinn von 0,55 Euro je Aktie für das kommende Geschäftsjahr 2002e. Derzeit bei 4,2 Euro notierend, ergebe sich somit ein 02e-KGV von deutlich unter 10. Zwar sei bei Unternehmen, die ihre Planzahlen bereits einmal verfehlten hätten, grundsätzlich Skepsis angebracht, im Falle von edel music sehe Aktienservice Research in Anbetracht der Top-Positionierung, der Fortschritte bei der Integration und auf dem deutlich ermäßigten Kursniveau aber höhere Chancen als Risiken. Aktienservice Research empfehle dem risikobereiten Investor den Aufbau einer kleinen Position als langfristige Turnaround-Spekulation mit Vervielfachungspotenzial.
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